Yogakurse und Yoga-Workshops

YOGA WORKSHOPS Herbst 2026
Samstag, 24.10.2026
13 - 19 Uhr
Die vier Lebensphasen in den indischen Schriften und unser Dharma
Teil 1
Judith und Isis Binder
Kosten: 45.-
Anmeldung: info@trotula.at
Ort: Klangbäckerei
Achsenaugasse 17
2340 Mödling
Samstag, 28.11.2026
13 - 19 Uhr
Die vier Lebensphasen in den indischen Schriften
und unser Dharma
Teil 2
Judith und Isis Binder
Kosten: 45.-
Anmeldung: info@trotula.at
Ort: Klangbäckerei
Achsenaugasse 17
2340 Mödling
YOGAKLASSEN Montags in der Praxis „Die Windrose" - Josefstädterstrasse 20/17
18.30 - 20.00
Ab September 2026
Lehrerin: Isis Binder
Vergangene Veranstaltungen:
Samstag, 21.03.2026
13 - 19 Uhr
"Lakshya Bodha - Awareness of the goal"
Judith Binder
Samstag, 24.01.2026
13 - 19 Uhr
„Raga und Dvesha - Anziehung und Abstoßung"
Judith und Isis Binder
Yoga Workshop
"Die vier Lebensphasen in den indischen Schriften und unser Dharma Teil1 und 2"
Traditionell werden in den alten indischen Schriften 4 Lebensstadien oder "Ashramas" beschrieben. Die Lernperiode bis ca. 25 Jahre, die Berufs- und Familienperiode bis zum 60. Lebensjahr, die Ruhestandsphase bis 70 Jahre und die Sannyasin oder Mediationsphase zum transzendieren aller Verhaftungen bis zum physischen Tod.
Die ersten beiden Perioden sind uns vertraut, die beiden nächsten sind in unserer westlichen, materiell eingestellten Welt nicht mehr so klar erkennbar und zum Teil sogar diametral entgegengesetzt definiert, was zu viel Leid, Verdrängung des Alterungsprozesses, Negativbesetzung des Alters an sich und letztlich zu einer unwürdigen ängstlichen Haltung dem Tod gegenüber führt.
Dabei hält die yogische Lebensweisheit eine wunderbare, sinnhafte Einstellung dem Alter gegenüber parat: wenn die Aufgaben der Berufswahl, der Familienpflichten, des Geldverdienens vorbei sind, wenn eine gewisse Abgeklärtheit den Herausforderungen des irdischen Lebens eingetreten ist - dann ist es Zeit, sich dem Sinn des Lebens vertstärkt zuzuwenden - vor allem der Frage, ob es uns gelungen ist, unserem Dharma/unserer ganz persönlichen Lebensaufgabe gemäß zu leben. Es geht nicht mehr darum, noch mehr anzuhäufen, sondern sich von unnötigem Besitz zu trennen, nicht darum, noch mehr Reisen zu machen, noch mehr Sprachen zu lernen, sondern nach innen zu lauschen, auf die Stimme der Seele, der Weisheit und langsamer, meditativer zu leben, eine tägliche Kontemplationspraxis zu implementieren und sich nicht mehr in tausend Ablenkungen hineinziehen zu lassen.
Laut den großen Weisen der Welt sind wir nicht auf unseren physischen Körper beschränkt, sondern unser wahres Wesen ist unsterblicher Geist - für einen kurzen Augenblick mit einem Körperkleid gewandet.
In diesem Bewusstsein werden wir zur wertvollen Hilfe für Mitmenschen, die dem Altwerden mit Angst, Depression und Frustration begegnen.
Der Tod ist ein Übergang in die wahre Heimat, wie das Zurücksinken einer Welle in den unendlichen Ozean.
Swami Yogananda, einer der ganz großen Meister, hat viel dazu zu sagen - ich kann die "Autobiographie eines Yogi" nur wärmstens empfehlen!
Die fast ausschließliche Fokussierung des Westens auf die körperliche Hülle, auf irdische Macht und Reichtümer, hat zu einer Verarmung auf spiritueller Ebene geführt, Ursache der geistigen Unfreiheit und der Abhängigkeit von oberflächlichen Nichtigkeiten.
Mitzubringen: Yoga Kleidung, Papier und Malstifte, Nüsse oder gesunder Snack für die Pause, am Ende gibt es eine Suppe. Nach der Anmeldung kommt ein einführendes Mail, welches bereits Teil des Workshops ist und einen raschen Einstieg in das Thema ermöglicht.
Über meinen Yogaunterricht
In meinen Yogakursen liegt der Fokus auf Körperübungen, Atmung, Entspannung und Erkenntnis. Es ist dies eine Kombination von Hatha und Jnana Yoga. Hatha Yoga verbessert die Kontrolle über unseren Körper und Geist, Jnana Yoga ist der Weg der Weisheit und Erkenntnis.
Die Körperübungen werden langsam und im Atemrhythmus durchgeführt, der Geist wird ruhig. Atemübungen, Mudras und Chants vervollständigen den Unterricht.
Wir beginnen und beenden die Stunde mit Shantimantras aus dem Sanskrit:
Om asato ma sat gamaya
Tamaso ma jyotir gamaya
Mrytor mamritam gamaya
Om shanti shanti shanti
Führe uns von der Unwahrheit zur Wahrheit
Von der Dunkelheit ins Licht
Vom Tod in die Unsterblichkeit
Om Friede Friede Friede
Om lokah samastah sukino bhavantu
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein und Frieden finden
Wir beenden die Yogaeinheit mit dem Mahamrityunjaya Mantra, das große, den Tod besiegende Mantra:
Om tryambakam yajamhe
Sugandhim pushti vardhanam
Urvarukamiva bhandanam
Mrytor mukshiya maamritat
Om shanti shanti shantii
Wir verehren die Höchste Kosmische Wirklichkeit, die überallhin ausstrahlt und das Wohlergehen aller Wesen bewirkt. Möge diese Höchste Wirklichkeit uns innerlich reifen lassen, sodass wir die Höchste Unsterblichkeit erfahren.
Om Friede Friede Friede
Om sri gurubyo namah hari om
Mein Gruß an die verehrungswürdigen Lehrer dieser Yogalehre
Inhalte der Vergangenen Workshops:
Samstag, 21.6.2026
"Sakshi Bhava - das Zeugenbewusstsein"
Sakshi ist der Zeuge - unser inneres Bewusstsein, das alles beobachtet, was uns begenet und was in uns vorgeht.
Bhava ist der Sanskritausdruck für Zustand, Gemütsverfassung - wir könnten auch sagen, unsere göttliche Seele beobachtet alles und läßt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Warum? Weil sie weiß, dass dieses Leben flüchtig ist, ein ständiges Auf und Ab, wie ein Film, der auf einer Leinwand stattfindet.
Das ewig Beständige ist dadurch völlig unberührt und immer in Ruhe. Die Meditation auf den Sakshi, den Zeugen, in uns, bringt uns in unserem eigentlichen unzerstörbaren, immer ruhigen und ewigen Wesenskern.
Nach einer Yogaeinheit, die uns körperlich und geistig einstimmt, beschäftigen wir uns von verschiedenen Seiten mit dem Thema.
Samstag, 21.3.2026
„Lakshya Bodha - Awareness of the goal"
Lakshya bedeutet das, was angestrebt wird, etwas Wertvolles, der Gegenstand der Meditation, das Ziel.
Bodha bedeutet Gedanken, bildhafte Gedanken, aber auch Erwachen.
In allem, was wir tun, was wir anstreben, sollen wir uns über den Sinn und Zweck bewusst sein – das trifft auf weltliche Dinge genauso zu wie auf unsere spirituelle Praxis.
Die englische Formulierung „awareness of the goal“ ist besonders treffend:
Welches Ziel steht mir vor Augen, wenn ich meditiere? Wenn ich Yoga übe? Wenn ich meinen Alltag organisiere, erledige und Pläne schmiede?
Wir wollen uns mit diesem Thema gemeinsam beschäftigen und so mehr Klarheit, mehr Kraft in unser Leben, in unsere Aktivitäten bringen – mache ich Yoga nur, um gesund zu bleiben, meinen Körper zu kräftigen?
Oder ist mir bewusst, dass Yoga ein spiritueller Weg zur höchsten Erkenntnis ist? Ein Weg, der mir ungeahnte Stärke für die Wechselfälle des Lebens bringt? Erkenntnisse und Zuversicht, wenn alles andere wegbricht?
Lakshya Bodha, das Zielbewusstsein, bringt mir natürlich in jeder Lebenslage mehr Erfolg und Optimismus.
An diesem Nachmittag werden wir nach einer sanften Yogaeinheit Beispiele aus unserem täglichen Leben anschauen und uns dann dem Fokus zuwenden, den unser spirituelles Tun hat. Was für ein Vorbild haben wir? Welchen Aspekt der höheren Natur fühlen wir uns zugehörig? Ist es die Liebe, die Weisheit? Der Mut, die Durchsetzungskraft? Oder die Fähigkeit, andere zu leiten, zu lehren?
In Indien sind diese Qualitäten als Gottheiten dargestellt, zum Beispiel als Sarasvati, die Göttin der Künste und Wissenschaften, als Lakshmi, der Göttin der Schönheit und Fülle.
Oder als Vishnu, der Gott des Erhaltens und Beschützens.
Alle diese Aspekte sind IN uns vorhanden. In diesem Leben mag einer davon besonders hervortreten und es lohnt sich, ihn geistig zu stärken.
Samstag 24.1.2026
"Raga und Dvesha"
Raga wird oft mit einer melodischen Phrase in der indischen Musik assoziiert und kann auch mit „Färbung" übersetzt werden, im Sinne einer Beeinflussung der seelischen Stimmung.
Die positive, wünschenswerte Beeinflussung führt bald zu einem Wunsch, einem Verlangen nach mehr - und wenn wir nicht sehr achtsam sind, entsteht eine Verhaftung, die nicht mehr freudvoll ist.
Gegenüber Menschen, Dingen oder Umständen, die uns von dem gewünschten Zustand abhalten, entwickeln wir eine Abneigung, genannt Dvesha - und das ist eine der fünf Ursachen für Leid.
Zwischen Raga und Dvesha oszilliert die Menschheit hin und her - leidenschaftliches Begehren und leidenschaftliches Abstoßen - oft wird das sogar als Zeichen von Lebendigkeit gesehen - welch ein Irrtum!
Ein friedvoller Mensch lernt, diese Ragas sehr bewußt zu spüren und keine Verhaftung zu entwickeln. Und so wirkt man auf die Umgebung heilsam und ausgleichend.
Yoga Asanas, im Atemrhythmus durchgeführt, sind ein Weg zur Ausgeglichenheit und beeinflussen unser Gemüt positiv. Nach einer Einführungsrunde üben wir eine Stunde sanftes Yoga, danach folgt eine kleine Pause und anschließend widmen wir uns dem Thema und schärfen unser Bewusstsein für die Rolle der Ragas und Dveshas in unserem Leben.
Samstag 5.7.2025
"Spirituelle Entwicklung im Alltag"
Gemäß den Weisheitsschriften des Yoga haben wir alle in diesem Leben eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und bestimmte Lektionen zu lernen.
Wie erkennen wir aber, was für uns richtig und was falsch ist? Welche Gesetzmäßigkeiten haben wir zu beachten, damit das Leben erfolgreich und "dharmisch" verläuft? Was ist überhaupt mit "Erfolg" gemeint? Was ist Dharma?
Viveka und Vairagya sind gefragt: Unterscheidungskraft und Leidenschaftslosigkeit. Aber ist Leidenschaft nun förderlich oder hinderlich?
Wir nähern uns diesen Themen mit Kontemplation, stillen Übungen und gegenseitigem Austausch.
Nach der verbindlichen Anmeldung wird ein einführendes Mail ausgesendet, das Teil des Workshops ist und den Einstieg in das Thema erleichtert.
Samstag 1.2.2025
„Yoga und die 14 Ebenen der Existenz /Lokas“
In den Puranas, alten indischen Schriften, wird von 14 Existenzebenen, den Lokas, gesprochen. Die Erde kann als erste der himmlischen Welten gesehen werden, auf der wir bestimmte Aufgaben haben. Nach dem Ende unseres körperlichen Daseins begibt sich die Seele in eine andere Ebene, je nach unserer Ausrichtung in diesem Leben.
Gleichzeitig befinden sich alle diese 14 Ebenen auch in uns – und alle haben ihre Bedeutung. Zum Beispiel sind die Augen nicht dazu da, um einfach zu beobachten und dann zu urteilen. Sie sind da, um das Gute in allem und jeden zu sehen.
Samstag 1.3.2025
„Yoga, Punyam, Papam und das Prarabdha Karma“
Punyam sind die Guten Verdienste, Papam sind die Hindernisse, die wir durch unsere Entscheidungen in Worten und Taten hervorrufen. Das Prarabdha Karma ist unser gegenwärtiges Schicksal. Viel Verwirrung in Bezug auf unsere Lebensaufgabe, auf unsere Bestimmung, auf richtig und falsch kann aufgelöst werden durch die tiefere Beschäftigung mit den Gesetzmäßigkeiten der Schöpfung.
